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Holzheizkraftwerk (HHKW) Kempten - Die Anlage


Müllheizkraftwerk Siloanlage Schaltwarte Kamin Analysengebäude Fernwärmestation Maschinenhaus Rauchgasentstickung HHKW-Ofenrost Fördersystem Grobgutabscheider Vorratsbunker Freilager



1.) Freilager


Werktäglich werden ca. 200 Tonnen Holz angeliefert. Bei der Eingangskontrolle wird das Material überprüft. Der ehemalige Schlackelagerplatz des MüllHeizKraftWerks wird als Freilager für Forstreste genutzt.

So ist ständig ausreichend Brennmaterial zur Verfügung, um auch verlängerte Wochenenden oder mehrere Feiertage überbrücken zu können. Die Beschickung des Vorratsbunkers erfolgt durch einen Schaufellader.

Gesamtfläche Lagerplatz: ca. 6.000 qm
Anteil Freilager: 5.000 qm
Kapazität Freilager: 10.000 kubikmeter

2.) Vorratsbunker


Der Vorratsbunker besteht aus sechs Boxen, die nach Bedarf mit Altholz und Forstresten befüllt werden. Dank intelligenter Logistik erfolgt die Altholzanlieferung just in time, d.h. bedarfsgerechte Anlieferung des benötigten Altholzes. Das Personal hat die Möglichkeit, per Videoüberwachung die Bunkerfüllstände zu kontrollieren.

Fläche Vorratsbunker: 1.000 qm
Kapazität Vorratsbunker: 2.400 m³

3.) Grobgutabscheider


Die einzelnen Boxen sind mit Schubböden ausgestattet, so daß das Holz per Computersteuerung auf ein Misch- und Dosierförderband, die „Vibrorinne“, geschoben wird. Nach Passieren eines Grobteilabscheiders am Ende der Vibrorinne (Holzteile, die größer als 50 cm sind, werden aussortiert!) wird das Gemisch aus Altholz und Forstresten dem Förderband zum HHKW-Ofen übergeben. Aussortierte Holzteile werden in Containern gesammelt und dem Lieferanten zur Nachzerkleinerung zurückgegeben.

4.) Fördersystem


Über ein 110 Meter langes Fördersystem wird das Holzgemisch auf das 22 Meter hohe Dach des Müllbunkers transportiert und dort über einen Fallkanal dem Verbrennungsofen direkt zudosiert. Die Zuführung der Holzteile auf den Ofenrost erfolgt gleichmäßig und unter Luftabschluß über eine hydraulisch betriebene Einschubvorrichtung. Dieser Vorgang ist von der Schaltwarte aus stufenlos regelbar, je nach Struktur und Ausbrennverhalten der Holzteile.

Sicherheit ist auch im neuen HHKW oberstes Gebot: Wenn im Einfüllbereich zu hohe Temperaturen erreicht werden, löst ein automatisches Sicherheitssystem sofort eine Wasserlöscheinrichtung aus.

5.) HHKW-Ofenrost


Der modernisierte HHKW-Ofenrost ist als mehrzoniger, schräg geneigter Vorschubrost aufgebaut. Vier separat angetriebene Rostbereiche können unabhängig voneinander, je nach Rostgeschwindigkeit und Luftmenge, von der Warte her eingestellt werden, um einen optimalen Ausbrand zu erzielen. Die Kühlung des Rostes erfolgt in den ersten drei Zonen durch wassergekühlte Roststäbe.

Der gesamte Ofen hat bei einer Höhe von 8 Metern ein insgesamt nutzbares Feuerraumvolumen von ca. 120 kubikmeter. Im Inneren herrschen Temperaturen bis zu 1100 Grad Celsius, so daß im Holz enthaltene Schadstoffe bereits bei der Verbrennung zerstört werden.

Schadstoffe, die selbst die hohen Verbrennungstemperaturen überstehen, haben dennoch keine Chance: Sie werden in der nachgeschalteten Rauchgasreinigung abgeschieden




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