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Verwertung von Problemabfällen


Problemabfälle müssen in der Regel teuer entsorgt werden. Bei einigen von ihnen ist es jedoch inzwischen technisch möglich, in einem zum Teil aufwändigen Recyclingprozess einen Großteil der verarbeiteten Rohstoffe wieder zu gewinnen.

Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren
Diese Leuchtmittel zählen seit 2006 zum Elektronikschrott und nicht mehr zum Problemmüll, enthalten aber nach wie vor einige problematische Inhaltsstoffe.
Durch technische Innovationen kann inzwischen 97% des eingesetzten Materials wieder verwertet werden, 3% geht auf die Sondermülldeponie unter Tage.
Zunächst wird der Sockel vom Glaskörper entfernt. In einem Unterdruckverfahren werden Staub, Quecksilber und Leuchtstoffe aus dem Lampenkörper abgesaugt und gereinigt. Aus dem entstandenen Material wird das Quecksilber wieder gewonnen.

Das Lampenglas, gewichtsmäßig der höchste Anteil der Lampe, wird wieder zur Herstellung neuer Lampen eingesetzt. Aluminium und Eisen gehen in die Altmetallverwertung.
In Zukunft wird es notwendig sein, auch die Leuchtstoffe aus den 3% Restanteil, der im Moment noch deponiert wird, wieder zu gewinnen, da sie zu den „Seltenen Erden“ gehören; das sind Elemente, die auf der Erde in nur sehr geringem Umfang vorhanden sind. In den nächsten Jahren ist hier mit großen Engpässen zu rechnen.

Gerätebatterien und Akkus
Seit Inkrafttreten der Batterie-Verordnung im Jahre 1998 sind die Hersteller von Batterien auch für die Rückführung und die Verwertung der gebrauchten Batterien zuständig. Sie haben sich in der Stiftung GRS-Batterien zusammen geschlossen, die diese Aufgabe wahrnimmt.
Obwohl es auf dem Markt viele verschiedene Typen von Batterien gibt, können alle gemeinsam in einer Entsorgungsbox oder einem Fass gesammelt werden.

Die GRS-Batterien übernimmt diese Sammelbehälter und lässt den Inhalt zunächst nach den verschiedenen Batterie-Typen sortieren, ehe diese in die Verwertung gehen.
Der Verwertungsweg der gängigsten Typen läuft wie folgt ab:

Alkali/Mangan- und Zink/Kohle- Batterien
Die Batterien werden zerkleinert und das Eisen von dem zinkhaltigen Braunstein (Manganoxid) getrennt.
Das Eisen wandert anschließend zur Verwertung in die Stahlwerke,
Der Braunstein wird im Drehofen zu Zinkoxid aufbereitet

Nickel-Cadmium-Batterien
Die Batterien werden geschreddert, anschließend wird das Cadmium im Vakuum abdestilliert. Das so gewonnene Cadmium kann wieder zur Erzeugung neuer Batterien verwendet werden.
Das Stahl-Nickel-Gemisch geht in die Stahlerzeugung

Knopfzellen (33% Quecksilber)
Die Knopfzellen werden zerkleinert und unter Vakuum erhitzt.
Bei Temperaturen zwischen 350 und 650 Grad verdampft das Quecksilber und kondensiert anschließend bei niedrigen Temperaturen. Der quecksilberfreie Stahl geht in die Stahlindustrie


Motorenöle
Motorenöle können schon seit einigen Jahren wieder aufbereitet werden, wenn sie nicht mit anderen Chemikalien z.B. Kühlerflüssigkeit vermischt wurden.
Sie enthalten jedoch Rückstände aus der Kraftstoffverbrennung (z.B polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe), Metallabrieb, Salze und Halogenverbindungen und müssen deshalb einigen aufwendigen Reinigungs- und Verarbeitungsschritten unterzogen werden.
Die sind im groben Überblick:

- Entfernen von Wasser und leichten Anteilen
- Dünnschichtverdampfung (= Trennung des Schmieröls von höher siedenden Bestandteilen und anderen Nebenprodukten)
- Hydrierung evt. in Kombination mit Lösemittelextraktion

So entstehen hochwertige Schmierstoffe, die wieder als Motorenöl eingesetzt werden können und in der Qualität kaum Unterschiede zum Erstraffinat haben.

Problemmüllsammeltermine
zu den Wertstoffhöfen


Bild: Verwertungspraxis
Bild: Verwertungspraxis


Die Erfassung von Problemabfällen erfolgt über 31 Wertstoffhöfe im ZAK-Gebiet und mobile Problemabfall-Sammlungen. Die Problemabfall-Sammlungen finden in den Städten (Kempten, Sonthofen, Immenstadt, Lindenberg und Lindau) monatlich, in den Gemeinden 2x jährlich statt.





Anfahrt und Kontakt

Zweckverband für
Abfallwirtschaft Kempten

Dieselstr. 9, 87437 Kempten
Mo. - Do.: 08.00 bis 17.30 Uhr
Freitag: 08.00 bis 15.30 Uhr
Tel: 0831/ 25 28 2-10



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