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Bild: Verwertungspraxis
Bild: Verwertungspraxis


Bild: Neue Produkte
Bild: Neue Produkte


Kartonverbunde werden im ZAK-Gebiet hauptsächlich über
38 Wertstoffhöfe und
555 Wertstoffinseln erfasst.

Wertstoffe: Kartonverbunde


Man versteht unter Kartonverbunden beschichtete Milch-, Sahne- oder Safttüten, bestehend aus einer Papierschicht, mehreren PE-Schichten (Kunststoff) und einer Aluminiumschicht.

Aufgrund lebensmittelrechtlicher Auflagen dürfen bei der Herstellung von Kartonverbunden als Lebensmittelverpackung nur hygienisch einwandfreie Primärrohstoffe eingesetzt werden.

Das heißt: ein Kreislauf von der alten zur neuen Verpackung findet nicht statt.

Verwertungspraxis

Zur Rückgewinnung des Papierfaserstoffs hat sich die Trommeltechnik durchgesetzt. Wie in einer Waschmaschine werden die zerkleinerten Kartonverbunde unter Zugabe von kaltem Wasser hin- und hergeschleudert. Chemikalien werden nicht beigegeben. Die Fasern saugen das Wasser auf und quellen. Jetzt gelangt das Material in den zweiten Teil der Trommel. Hier findet die eigentliche Trennung des Verbundes statt: Mit Wasser werden die Fasern von den PE/AL-Folien abgeschwemmt. Durch Löcher in der Trommelwand treten die Fasern aus und werden auf der Papiermaschine zu neuen Produkten weiterverarbeitet.

Die vom Papierfaserstoff gelösten PE-Folien und Aluteile werden dann in einem Hydrozyklon im Wasser verwirbelt und getrennt. Die schweren Aluteilchen sinken nach unten, leichte PE-Folienteile steigen nach oben und können abgesiebt werden.

Die isolierten PE-Folienteile gelangen zur Kunststoff-Verwertung. Aus den Aluteilen werden wie beim pyrolytischen Verfahren Barren geschmolzen und an die Aluminiumindustrie geliefert.

Neue Produkte

Neben der klassischen Verwertung der drei Verbundstoffe Papier, Alu und Folie gibt es weitere Verwertungstechniken für Kartonverbunde zu neuen Produkten:

Aus Kartonverbunden wird "Tectan":

In einem speziellen Verfahren werden Kartonverbunde (oder: Tetrapak), unter Hitzeeinwirkung ohne Komponententrennung verarbeitet, ähnlich Pressspan, aber ohne Klebstoffe und andere Zusatzstoffe. Dieses "TECTAN" kann zu Schul- und Büromöbeln, Koffern, Sammeltonnen, Lautsprechergehäusen oder Bodenplatten geformt werden. Keine schlechte Sache, gleichwohl als "Downcycling" zu werten. (Allerdings: Bei einem Wiederverwerten von Tectan zu Tectan könnte man dann von "Recycling" sprechen).

Energie durch "Pyrolyse": 

Seit Herbst 2000 werden in speziellen Anlagen die PE/AL-Reste pyrolytisch verwertet. Unter weitgehendem Sauerstoffausschluss und einer Temperatur von über 600 Grad gehen die Kunststoffanteile (Polymere) in gasförmigen Zustand über.

Die Anlage wird eine Wärmeleistung von 40 MW haben und jährlich 165 GWH Strom erzeugen. Das zurückgewonnene Aluminium wird zu Barren geschmolzen und an eine Aluminiumhütte geliefert.

zu den Wertstoffhöfen


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