Abfälle zur Beseitigung

Gewerbeabfälle

Nicht jede Art von Abfall kann stofflich verwertet oder zur Gewinnung von Energie genutzt werden. Wenn eine stoffliche Verwertung nicht möglich ist und der Brennwert der Abfälle unter 11.000 kJ/kg liegt oder eine hohe Schadstoff­konzentration vorliegt, spricht man von "Abfall zur Beseitigung".

Der Gesetzgeber geht davon aus, dass solche Abfälle in jedem Betrieb anfallen. Gemäß der derzeit gültigen Gewerbe­abfall­verordnung und der Satzung des ZAK ist deshalb von jedem Betrieb ein ausreichend großes Müllgefäß für diese Abfälle (mind. 40-l) anzumelden.



Bitte beachten Sie, dass folgende Abfälle aus dem Gewerbe von der Entsorgung durch den ZAK ausgeschlossen sind (§2 Abfallwirtschaftssatzung):
 
  • Autowracks, Altreifen und Motoröle
  • Pflanzliche Abfälle aus der See- und Straßen­bewirtschaftung, sowie der Forstwirtschaft
  • Schlämme mit einem Wassergehalt von mehr als 15%, sowie Fäkal­schlamm
  • Körperteile und Organabfälle
  • Versuchstiere, sowie Streu und Exkremente, durch die eine Übertragung von Krankheiten zu besorgen ist.
  • Abfälle, die nach dem Bundes­seuchen­gesetz vernichtet werden müssen
  • Explosionsgefährliche Stoffe (Sprengstoff, Raketen, Munition)
  • gasförmige Stoffe
  • radioaktive Stoffe

Abfallberatung für Gewerbebetriebe

Selbstanlieferung am MHKW oder den Umladestationen


Will ein Betrieb seine Abfälle zur Beseitigung selbst am MHKW oder an einer Umladestation anliefern, so muss er sich zunächst eine Kundennummer zuweisen lassen, die ihn zur Anlieferung berechtigt.

Eine Berechtigung wird nach Prüfung der Sachlage unter folgenden Bedingungen ausgesprochen:
  • Es fallen regelmäßig Abfälle an, die aufgrund ihrer Größe und Sperrigkeit nicht in die zugelassenen Restmülltonnen passen.
  • Es fallen Abfälle in unregelmäßigen Mengen an (z.B. stark saisonale Schwankungen der Abfallmengen in der Gastronomie)
  • Die Abfälle fallen an wechselnden Anfallstellen an (z.B. Baustellenabfälle von Handwerkern)
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: Patricia Haug, 0831/25282-84

Beauftragung eines Containerdienstes


Natürlich kann man sich in den oben genannten Fällen auch an einen Containerdienst wenden, wenn man die Abfälle nicht selbst wegfahren will oder kann. Diese gewerblichen Transporteure müssen im Besitz einer Transportgenehmigung sein, die man sich im Zweifelsfall auch vorlegen lassen kann.

Eine Mindesttonne muss jedoch in allen Fällen vorgehalten werden.

Abfall­beratung für Gewerbe­betriebe


Der ZAK berät Gewerbebetriebe telefonisch oder auch vor Ort kostenlos über alle Fragen der Abfallwirtschaft. Die Abfallberatung gibt kompetent Auskunft zu Themen der Abfallvermeidung und -verwertung nach der aktuellen rechtlichen Lage. Darüber hinaus recherchiert der ZAK für Sie Entsorgungs- und Verwertungswege für spezielle Abfälle.