Standort



Altusrieder Str. 80
87439 Kempten
Tel.: 08374 / 23100-0
Fax: 08374 / 23100-99

Betreiber:BiVA GmbH
Standort:Kempten-Schlatt
In Betrieb seit:1992
Investitionsvol.:13,8 Mio. €
Anlagefläche:3.900 qm
Kapazität:18.000 t Biomüll u. Grüngut pro Jahr


Öffnungszeiten



vom 15.10. bis 20.10.2018:

Mo. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Di. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Mi. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Do. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Fr. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Sa. 09:00 - 12:00 Uhr
An Heilig Abend, Silvester, Faschings­dienstag (nachmittags) sowie an den üblichen Feiertagen sind die ZAK-Anlagen geschlossen.

06.01.-31.03.
Mo. 14:00 - 17:00 Uhr
Di. 14:00 - 17:00 Uhr
Mi. 14:00 - 17:00 Uhr
Do. 14:00 - 17:00 Uhr
Fr. 14:00 - 17:00 Uhr
Sa. geschlossen
So. geschlossen

01.04.-31.05.
Mo. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Di. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Mi. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Do. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Fr. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Sa. 09:00 - 12:00 Uhr
So. geschlossen

01.06.-31.08.
Mo. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Di. 14:00 - 17:00 Uhr
Mi. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Do. 14:00 - 17:00 Uhr
Fr. 14:00 - 17:00 Uhr
Sa. 09:00 - 12:00 Uhr
So. geschlossen

01.09.-30.11.
Mo. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Di. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Mi. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Do. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Fr. 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Sa. 09:00 - 12:00 Uhr
So. geschlossen

01.12.-31.12.
Mo. 14:00 - 17:00 Uhr
Di. 14:00 - 17:00 Uhr
Mi. 14:00 - 17:00 Uhr
Do. 14:00 - 17:00 Uhr
Fr. 14:00 - 17:00 Uhr
Sa. geschlossen
So. geschlossen

Annahme



Angenommen werden Grün- und Gartenabfälle wie:

Strauchgut und Äste
Gras und Laub
Friedhofsabfälle

Nicht entsorgt können werden:

Speiseabfälle
halbfertiger Kompost
Boden

Über die Anlage

Vergärungsanlage: Kempten-Schlatt

Die Vergärungsanlage Kempten-Schlatt erzeugt Strom für umgerechnet 1.800 Haushalte* und Wärme für umgerechnet 167 Haushalte**.

* Bezugsgröße für Strom:
2-Personen-Haushalt mit 2.500 kWh Verbrauch pro Jahr.
** Bezugsgröße für Wärme:
2-Personen-Haushalt mit 9.000 kWh Verbrauch pro Jahr.


Der imposante 26 Meter hohe Vergärungsturm in Kempten-Schlatt 
ist nicht nur Blickfang, sondern auch das produktive Zentrum der Anlage.

18.000 Tonnen Bioabfälle werden hier jedes Jahr zu 5.500 Tonnen Komposterde verarbeitet und liefern die Basis für die Erzeugung von ca. 4,5 Millionen kWh Strom und ca. 1,5 Millionen kWh Wärme.

Den Rohstoff Bioabfall erhält der ZAK zum Großteil über die flächendeckende Sammlung mit der Biotonne. Ein einfaches, bequemes und vor allem erfolgreiches Sammelsystem, das der ZAK bereits 1992 eingeführt hat. Die Anlage in Kempten-Schlatt arbeitet ebenfalls seit 1992. Ursprünglich als reines Kompostwerk ausgelegt, wurde sie 2008 für 5,8 Millionen Euro zur hochmodernen Vergärungsanlage für Grüngut und Bioabfälle umgerüstet.
Im Jahr 2012 hat der ZAK die Anlage auf die alleinige Vergärung von Bioabfällen umgestellt. Seit der Spezialisierung auf Bioabfälle hat sich der Energieertrag um 20% gesteigert. Bioabfälle vergären deutlich schneller als Grün- und Gartenabfälle. Deshalb ist der Gasertrag höher. Darüber hinaus liefern die sortierten Abfälle aus der Biotonne ein qualitativ hochwertigeres Biogas, das sich effektiver in den Blockheizkraftwerken verstromen lässt.

Jeden Tag werden gewässerte Bioabfälle aus der Rottehalle oben in den Vergärungsturm gepumpt, während unten die Gärreste entnommen werden. So durchläuft der Bioabfall 20 Tage lang Schicht für Schicht von oben nach unten den Vergärungsturm – vollkommen luftdicht eingeschlossen (35% Trockensubstanz, 65% Wasser).

Während des 20-tägigen Gärprozesses entsteht Methan (auch Biogas genannt). Das erzeugte Biogas wird in drei modernen Blockheizkraftwerken, mit je 340 kW Leistung, in Strom und Wärme umgewandelt. Die Gärreste, die nach 20 Tagen Verweildauer aus dem Turm abgesaugt werden, kommen in die Nachkompostierung und werden zu bester Komposterde veredelt.

Technischer Aufbau

Vergärungs­anlage: Kempten-Schlatt

Anlieferung
Die Halle (1) für 10 Lkw-Lieferungen pro Tag ist komplett eingehaust und bietet perfekten Schutz gegen Lärm- und Geruchsbelästigung.
 

Vorbehandlung
Der Bioabfall wird von einer Schraubenmühle (2) zerkleinert und mit Grünschnittabfällen durchmischt. Eine Siebtrommel (3) trennt den Bioabfall auf: Bioabfall, der kleiner als 50 mm ist, gelangt direkt zur Fermentation. Größere Teile Teile gehen zur Handsortierung (4), von dort zu einer weiteren Schraubenmühle (2) und zurück zur Siebtrommel (Kreislauf). Eisenteile sortiert ein Magnet aus.
 
Vergärung
Der vorbehandelte Abfall wird mit Gärsubstrat aus dem Fermenter gemischt (5), auf ca. 55°C aufgeheizt (Dampfkessel) (10) und in den Fermenter (6) gepumpt. Verweilzeit im Fermenter ca. 20 Tage. Computergesteuert werden Eintragsmenge, Gärsubstratumwälzung, Temperatur und der Druck im Gasraum des Fermenters überwacht.
Das bei der Fermentation entstehende Biogas wird über Rohrleitungen einem Gasspeicher (7) zugeführt, der Gärrest dann in einer Presse (8) entwässert.

Biogasverwertung
Das Biogas (ca. 55% Methananteil) aus dem Gasspeicher wird getrocknet und in drei Blockheizkraftwerken (9) mit Gasmotoren in elektrische (je 310 kW) und thermische Energie (je 292 kW) umgewandelt.
Die elektrische Energie wird in das Versorgungsnetz der Allgäu Netz GmbH eingespeist. Die thermische Energie wird zum einen für Trocknung und Heizung innerhalb der Anlage genutzt, der Großteil der Wärmeenergie versorgt die angrenzende Gärtnerei.
 
Nachrotte
Der entwässerte Gärrest wird in Betonboxen (11) aufgesetzt und durch einen Belüftungsboden von unten nach oben mit aufgewärmter Luft durchströmt. Verweilzeit ca. 5 Wochen. Dabei wird der Gärrest temperaturgesteuert nachkompostiert und getrocknet.
 
Veredelungsstufe
Die fertige Komposterde wird feinbehandelt (12), noch verbliebene Fremdstoffe, wie z.B. Folienteile mit einem Spanwellensieb herausgefiltert.
 
Emissionsminderung / Biofilter
Die Blockheizkraftwerke sind nach neuestem Stand der Technik errichtet und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben der "Technischen Anleitung Luft (TA Luft)".
Die eingehausten Anlagenteile werden mit einer Kapazität von 37.500 m³ Luft pro Stunde abgesaugt (13). Die abgesaugte Luft wird gereinigt: zuerst die Nasswäsche. Dann die Behandlungsstufe mit natürlichen Mikrobakterien im Biofilter (14). Ergebnis: 95%tige Geruchsreduzierung gegenüber der ursprünglichen Abluft.
 
Lagerung
Ausreichend Kapazität in separater Halle für ein halbes Jahr. Garantiert die Verfügbarkeit von Komposterde auch im Winter.